Zusammenarbeit gestalten
Aufbau von Strukturen und Prozessen, Qualitätsentwicklung, digitale Tools
In Jugendberufsagenturen kooperieren eigenständige Organisationen miteinander, um gemeinsam Dienstleistungen für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf am Übergang Schule – Beruf anzubieten, die möglichst passgenau aufeinander abgestimmt sind. Für ein solches Angebot aus einer Hand sind kontinuierliche, intensive Abstimmungsprozesse aller Beteiligten erforderlich. Die Themenseite "Zusammenarbeit gestalten" bietet hierfür Anregungen sowie Materialien aus Praxis und der wissenschaftlichen Begleitung.
Gemeinsame Grundlagen schaffen


© Servicestelle Jugendberufsagenturen
Praxishilfe "Organisations- und Kommunikationsstrukturen schaffen"
In Jugendberufsagenturen arbeiten Akteure aus verschiedenen Institutionen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen und rechtlichen Aufträgen zusammen. Daher sind Organisationsstrukturen wichtig, die eine verbindliche Kommunikation zwischen allen Beteiligten sicherstellen und damit eine gelingende Zusammenarbeit ermöglichen.
Die Praxishilfe aus der Reihe "Jugendberufsagenturen gestalten" zeigt, welche Organisations- und Kommunikationsstrukturen in Jugendberufsagenturen gemeinsam etabliert werden können und wie der Prozess der gegenseitigen Annäherung und des Vertrauensaufbaus aussehen kann.
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Zusammen neue Wege erarbeiten
Zu den Faktoren, die der Jugendberufsagentur Ludwigshafen nicht nur in der Startphase geholfen haben, gehören moderierte Arbeitsformate unter Einbeziehung aller beteiligten Rechtskreise, Offenheit und Vertrauen auf allen Handlungs- und Entscheidungsebenen sowie der Aufbau eines qualitativen Reportings.
Zum InterviewEin gemeinsames Ziel ist erforderlich
Die Unterstützung von jungen Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf steht in der Stadt Bielefeld seit vielen Jahren ganz oben auf der Tagesordnung. Schon im Jahr 2007 wurde das Bielefelder Jugendhaus gegründet, in das die Jugendberufshilfe der Stadt Bielefeld und das Jobcenter einzogen.
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© AdobeStock | fotoduets
Partizipation in allen Phasen
Schon vor dem Start des Jugendberufsservice im Landkreis Altenburger Land wurden die zukünftigen Mitarbeitenden intensiv in die Planung einbezogen. Die unterschiedlichen Denkweisen der Partner können heute offen thematisiert werden, so dass neue gemeinsame Ansätze gefunden werden.
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© Maurice Hüsni
Grundlagen der Zusammenarbeit
So unterschiedlich, wie sich die Situation in den Regionen darstellt, so unterschiedlich kann auch die Zusammenarbeit über die Rechtskreise hinweg gestaltet sein. Darum hängt die Wahl der Kommunikationswege und Abstimmungsprozesse sowie die Organisation der Zusammenarbeit von den beteiligten Akteuren vor Ort ab. Doch es gibt Abläufe und Prozesse, die sich ähneln und sich gut von der einen auf die andere Jugendberufsagentur übertragen lassen.
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Weiterentwicklung der Zusammenarbeit


© Servicestelle Jugendberufsagenturen
Praxishilfe "Die Zusammenarbeit strukturiert weiterentwickeln"
Eine Jugendberufsagentur befindet sich kontinuierlich in der Entwicklung, unabhängig davon, ob sie erst vor Kurzem gegründet wurde oder schon länger besteht. Damit diese Entwicklung gezielt gesteuert und die Qualität des Angebotes systematisch weiterentwickelt werden kann, bedarf es gemeinsamer Ziele und Strategien.
Die Praxishilfe aus der Reihe "Jugendberufsagenturen gestalten" beschreibt eine mögliche Vorgehensweise, wie Jugendberufsagenturen eine langfristige, bedarfsorientierte und informationsbasierte Strategie entwickeln und deren Umsetzung unter Einbezug aller Beteiligten planen können.
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© Maurice Hüsni | displayced
Qualitätsentwicklung in Jugendberufsagenturen
Qualitätsentwicklung in Jugendberufsagenturen lässt sich als eine systematische und kontinuierliche Selbstreflexion und -vergewisserung beschreiben. Oliver Dick vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz erläutert in seinem Beitrag, was dies für die JBA bedeutet.
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© Martin Heimberg|JBA Essen
Jugendberufsagentur Essen im Interview
Christina Grodotzki vom Jugendamt Essen beschreibt im Interview die Entwicklung und Arbeitsweise der Jugendberufsagentur. Das Finden eines Miteinanders und die Kombination der verschiedenen Knowhows sieht sie als zentrale Gelingensfaktoren für das Ziel, die Lebensläufe junger Menschen positiv zu verändern.
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© Chalit | Adobe Stock (KI-generiert)
Das Monitoring der JBA in Sachsen-Anhalt
Susanne Green, Melanie Baumgarten und Barbara Kiepenheuer-Drechsler vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) beschäftigen sich in ihrem Gastbeitrag damit, wie die landesweite Entwicklung der im Aufbau befindlichen Jugendberufsagenturen in Sachsen-Anhalt gemessen und abgebildet werden kann.
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© Maurice Hüsni/displayced.de
Selbstbewertung für Jugendberufsagenturen
Das Verfahren der Selbstbewertung wurde entwickelt, um Jugendberufsagenturen bei dem Prozess der qualitativen Weiterentwicklung von rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit zu unterstützen. Der Beitrag bietet einen Überblick über den Nutzen der Selbstbewertung und führt Schritt für Schritt durch den Ablauf des Verfahrens.
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Koordination – Engagement mit Innen- und Außenwirkung


© Maurice Hüsni | displayced
Koordination in Jugendberufsagenturen
In Rheinland-Pfalz wird die Einrichtung einer Koordinationsstelle im Rahmen des Förderprogramms Jugendberufsagentur plus gefördert und wissenschaftlich begleitet. Oliver Dick vom ism Mainz erläutert im Interview, welche Hinweise für eine wirksame Arbeit die Erfahrungen aus diesem Projekt liefern.
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© Artalis Kartographie|AdobeStock
Zusammenschluss auf Landesebene
"Was einer nicht schafft, schaffen wir zusammen!" In der unabhängigen Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendberufsagenturen, der LAG JBA SH, treffen sich seit 2014 Koordinatorinnen und Koordinatoren von Jugendberufsagenturen in Schleswig-Holstein zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung.
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© Jugendberufsagentur Görlitz
Hauptamtliches Projektmanagement
Um die vorhandenen Angebote von Agentur für Arbeit, Jobcenter und Jugendhilfe zielgerichtet zu bündeln, setzt die Jugendberufsagentur Görlitz auf ein hauptamtliches Projektmanagement, das die Koordination übernimmt. Es gibt regelmäßige Schulungen für die Mitarbeitenden sowie Veranstaltungen für Kooperationspartner.
Zum KurzinterviewIm Austausch miteinander arbeiten


© bnenin | Adobe Stock
Die Vielfalt der Perspektiven sicht- und nutzbar machen 
Der Austausch zwischen Fachkräften gehört zum Kern der Arbeit in Jugendberufsagenturen. Die Methode der kollegialen Fallberatung unterstützt diesen Austausch. Sie ermöglicht Fachkräften, miteinander Fälle strukturiert zu reflektieren und voneinander zu lernen. Der Beitrag stellt die Methode vor und beleuchtet die Erfahrungen aus der Praxis der Jugendberufsagentur im Jerichower Land.
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© KI-generiert (ChatGPT)
Eine Plattform für alle
Die Jugendberufsagentur Berlin nutzt seit Jahren erfolgreich die überaus-Plattform zur Unterstützung ihrer landesweiten Zusammenarbeit. Über diese Plattform koordinieren die zwölf Berliner Standorte ihre Arbeit, tauschen Materialien aus und nutzen Funktionen wie die gemeinsame Dateiablage und Videokonferenzen. Alle Rechtskreise können die Plattform gleichwertig nutzen.
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© Maurice Hüsni
Eine gemeinsame digitale Arbeitsumgebung
In vielen Jugendberufsagenturen können die kooperierenden Partner nicht auf gemeinsame Laufwerke zugreifen. Die überaus-Plattform bietet viele Funktionen zur Kommunikation und zum Teilen von Informationen und Dateien, die die institutionsübergreifende Zusammenarbeit erleichtern können.
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Rechtssicherer Datenaustausch
Der Austausch von Daten ist zentral für die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit. Um einen rechtssicheren Austausch zwischen den Institutionen zu gewährleisten, gibt es verschiedene Ansätze. Eine bundesweit verfügbare Lösung bietet das IT-System YouConnect. Drei Jugendberufsagenturen berichten von ihren Erfahrungen.
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© © Maurice Hüsni/displayced.de
Ohne Austausch geht es nicht: die lernende Organisation.Jugendberufsagenturen als gelingende Form der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit
Durch die Kooperation im Rahmen einer Jugendberufsagentur wird für die Beteiligten ein Prozess eingeleitet, der es ihnen ermöglicht, voneinander zu lernen und Verständnis für die Arbeitsweise der jeweils anderen zu gewinnen. Für die jungen Ratsuchenden werden dadurch die Wege in der Beratung kürzer und sie finden schneller das passende Angebot. Barbara Kiepenheuer-Drechsler vom f-bb beschreibt dies in Ihrem Gastbeitrag als voneinander Lernen, das Früchte trägt.
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