Länderaktivitäten

Bundesländer unterstützen den Auf- und Ausbau von Jugendberufsagenturen

Die einzelnen Landesregierungen beschäftigen sich zunehmend mit rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit am Übergang Schule – Beruf. Sie unterstützen die Einrichtung und Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen in ihren Regionen auf unterschiedliche Weise.

Vielfältige Aktivitäten der Bundesländer

Im Rahmen der einzelnen Landesstrategien zur Unterstützung von jungen Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf ist auch die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit der zuständigen Sozialleistungsträger (Agentur für Arbeit, Jobcenter und Jugendamt) ein wichtiges Thema. Entsprechend ihrer regionalen Gegebenheiten und Bedarfe fördern einzelne Länder den Ausbau und die Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen und bieten eigene Unterstützungsangebote an. Die vielfältigen Möglichkeiten reichen von Landesvereinbarungen bis hin zu umfangreichen Förderprogrammen. Beispielhaft für diese Aktivitäten seien genannt:

Steuerungsebene
  • Vereinbarungen oder Empfehlungen auf Landesebene
  • Einrichtung eines landesweiten Steuerungsgremiums
  • Einbindung der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit in übergeordnete Gesamtkonzepte in den Bereichen Übergang, Berufsorientierung und Fachkräftenachwuchs
  • Wissenschaftliche Untersuchungen auf Landesebene
Angebote für Jugendberufsagenturen vor Ort
  • Finanzielle Leistungen
  • Beratungsleistungen
  • Vernetzungsangebote
  • Zentrale Landes-Servicestelle für Jugendberufsagenturen

Die Länderaktivitäten im Einzelnen

Hier können Sie sich zu Aktivitäten einzelner Bundesländer hinsichtlich rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit am Übergang Schule – Beruf informieren. Die dargestellten Informationen haben wir mit den jeweiligen Bundesländern abgestimmt. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt.

Baden-Württemberg

Jugendberufsagenturen in Baden-Württemberg

In allen 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs sind Kooperationsformen zur rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit im Rahmen von Jugendberufsagenturen entstanden. Sie setzen ihre Handlungsschwerpunkte entsprechend regionaler und lokaler Handlungsbedarfe und passend zu den Rahmenbedingungen vor Ort. In den Kreisen Freiburg, Emmendingen und Baden-Baden gibt es das sogenannte "One-Stop-Government", das heißt Jugendberufsagenturen, in denen die beteiligten Sozialleistungspartnerinnen und -partner auch räumlich unter einem Dach zusammenarbeiten. Im Landkreis Rastatt erfolgt eine Bündelung der Angebote virtuell über die Website www.jubara.de.

Landesvereinbarung/-empfehlung:

Landesweite Gremien

Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Landesförderung

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert in 28 Stadt- und Landkreisen die Neugestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf. Einer der Bausteine zur Neugestaltung des Übergangs ist die Stärkung der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit.

Landesweite wissenschaftliche Untersuchungen

Landesweite Veranstaltungen

Weitere Aktivitäten und Informationen

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau
Karsten Altenburg
Leiter Referat Berufliche Ausbildung
Schlossplatz 4
70173 Stuttgart

Berlin

Jugendberufsagentur in Berlin

Die Senatsverwaltung des Landes Berlin, die zwölf Berliner Bezirke sowie die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg haben im Jahr 2015 ihre bisherige Zusammenarbeit für junge Menschen am Übergang Schule – Beruf intensiviert und eine gemeinsame Jugendberufsagentur Berlin (JBA Berlin) eingerichtet. Ein Landesbeirat sowie eine Netzwerkstelle begleiten den Implementierungs- und Umsetzungsprozess und steuern die landesweite Weiterentwicklung. Gemeinsame Mindeststandards bilden den Rahmen für eine landesweit einheitliche Umsetzung. In allen Berliner Bezirken wurde je ein Standort der JBA Berlin eröffnet. Junge Menschen werden durch alle beteiligten Akteure unter einem Dach beraten und unterstützt. Niedrigschwellige persönliche Vorsprachen sind möglich und die Zuständigkeit wird auf den Einzelfall bezogen geklärt.

Landesvereinbarung/-empfehlung

Landesweite Gremien

  • Landesbeirat
  • Planungsgruppe

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Landesweite wissenschaftliche Untersuchungen

Landesweite Veranstaltungen

Kontakt

Netzwerkstelle der Jugendberufsagentur Berlin
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie IV C 1
Bernhard-Weiß-Str. 6
10178 Berlin

Ansprechpartner: Ralf Jahnke
Telefon: 030 90227 5821
Kontakt

Brandenburg

Jugendberufsagenturen in Brandenburg

Die zwölf Jugendberufsagenturen im Land Brandenburg bilden das zentrale Unterstützungs- und Beratungsangebot für junge Menschen am Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium. Drei weitere Jugendberufsagenturen befinden sich aktuell noch im Aufbau und in einem Landkreis gibt es ein Arbeitsbündnis, das den Kriterien einer Jugendberufsagentur entspricht. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit den Schulämtern, um zu gewährleisten, dass das Beratungsangebot bereits während der Zeit an den allgemeinbildenden Schulen greift. Für eine nahtlose Zusammenarbeit beim Übergang unterstützen in den Oberstufenzentren die Lotsen der Lokalen Koordinierungsstellen (LOK) des Landesprogramms "Türöffner: Zukunft Beruf". Der regelmäßig stattfindende "Tag der Jugendberufsagenturen" macht neben dem fachlichen Austausch der Mitarbeitenden verschiedener Jugendberufsagenturen auch deren Arbeit für eine breite Öffentlichkeit sichtbar.

Landesvereinbarung/-empfehlung

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Landesförderung

Durch die Richtlinie "Türöffner: Zukunft Beruf" werden Lotsen der Lokalen Koordinierungsstellen (LOK) an den Oberstufenzentren finanziert, die fester Netzwerkpartner der Jugendberufsagentur sind. Jede LOK hat mit der Agentur für Arbeit eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die eine engmaschige Unterstützung der Jugendlichen zum Ziel hat.

Landesweite Veranstaltungen

Der 1. Brandenburger Tag der Jugendberufsagenturen fand am  17. September 2018 statt. Der Termin ist für September 2021 geplant.

Weitere Aktivitäten und Informationen

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gibt jährlich den Schülerkalender "Kopfstütze" mit Informationen rund um das Thema Ausbildung und Studium heraus. Dieser Kalender wird an alle Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe sowie an berufsschulpflichtige Schülerinnen und Schüler ohne Ausbildungsplatz kostenlos verteilt. In diesem Kalender werden die Jugendberufsagenturen im Land Brandenburg beworben.

Kontakt

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Referat Berufliche Bildung
Wioletta Wlodarczyk
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

Bremen neu

Jugendberufsagenturen in der freien Hansestadt Bremen

Die Jugendberufsagentur in der Freien Hansestadt Bremen besteht seit April 2015 und verfügt über drei Standorte – zwei in der Stadt Bremen, einen in der Stadt Bremerhaven. In der Jugendberufsagentur haben sich insgesamt acht Verwaltungspartnerinnen und –partner aus den verschiedenen Rechtskreisen des SGB II, III und VIII und des Schulgesetzes sowie dem Ressort Arbeit zusammengeschlossen, um Beratungsleistungen für unter 25-jährige junge Menschen "unter einem Dach" zu organisieren und anzubieten. Die grundlegende Zielrichtung: Alle jungen Menschen mit Wohnsitz im Land Bremen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ohne Berufsabschluss sind, zu einem Berufsabschluss zu führen. Seit Gründung der Jugendberufsagentur besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Arbeitnehmerkammer Bremen, dem Unternehmensverbände im Lande Bremen e.V., der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen-Bremerhaven und der Handwerkskammer Bremen.

Landesvereinbarung /-empfehlung

Landesweite Gremien

Gemeinsamer Lenkungsausschuss der Vertrags- und Kooperationspartner und -partnerinnen sowie der Ausbildungsgarantie zur strategischen Steuerung der Jugendberufsagentur

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Landesförderung

Landesweite wissenschaftliche Untersuchungen

Landesweite Veranstaltungen

Kontakt

Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa
Abteilung Arbeit
Dr. Jessica Blings
Hutfilterstraße 1-5
28195 Bremen

Repräsentanzen der Jugendberufsagentur Bremen-Bremerhaven:

Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven
Carola Brunotte
Doventorsteinweg 48 - 52
28363 Bremen

Magistrat der Stadt Bremerhaven
Dezernat IV
Swantje Hüsken Grimsbystraße 1
27570 Bremerhaven

Hamburg

Jugendberufsagentur in Hamburg

In der Jugendberufsagentur Hamburg erhalten junge Menschen Hilfe beim Einstieg in das Berufsleben und bei der Bewältigung persönlicher Schwierigkeiten. Dafür haben sich die folgenden Akteure am Übergang Schule – Beruf zusammengetan: Die Agentur für Arbeit Hamburg, das Jobcenter team.arbeit.hamburg, die Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration, die Behörde für Schule und Berufsbildung mit dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung und die sieben Bezirksämter für die Jugendhilfe und das Sozialraummanagement. Ein Beirat aus Vertreterinnen und Vertretern der Handwerks- und Handelskammern sowie Gewerkschafts- und Unternehmensverbänden sichert die Zusammenarbeit der Jugendberufsagentur mit der Wirtschaft. Für die strategische und operative Steuerung der Jugendberufsagentur gibt es einen Koordinierungsausschuss. Eine weitere operative Steuerungsgruppe unterstützt die Weiterentwicklung der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit.

Landesvereinbarung /-empfehlung

Landesweite Gremien

  • Beirat
  • Koordinierungsausschuss
  • Operative Steuerungsgruppe

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Landesweite wissenschaftliche Untersuchungen

Landesweite Veranstaltungen

Weitere Aktivitäten und Informationen

Kontakt

Koordinatorin der Jugendberufsagentur Hamburg
Alena Billon
Kurt-Schumacher-Allee 16
20097 Hamburg

Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
Margit Heitmann
AI (Amt für Arbeit und Integration) 321
Hamburger Str. 47
22083 Hamburg

Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern auf der Deutschlandkarte

Jugendberufsagenturen in Mecklenburg-Vorpommern

Derzeit bestehen Jugendberufsagenturen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (JugendServiceMSE) mit Anlaufstellen in Demmin, Neubrandenburg, Neustrelitz und Waren sowie in der Hansestadt Rostock (Jugendhaus). An diesen Standorten ist neben der engen Verzahnung in Form fachlicher Kooperation auch der Gedanke eines gemeinsamen Anlaufpunktes (One-Stop-Government) für die jungen Menschen umgesetzt worden. In allen anderen Kreisen und Städten bestehen Arbeitsbündnisse Jugend und Beruf, die auf der Basis einer schriftlichen Vereinbarung ihre Kooperation umsetzen. Die Beteiligten setzen sich in gemeinsamer Verantwortung dafür ein, dass möglichst flächendeckend Jugendberufsagenturen entstehen. Der Kontakt zu allen Jugendlichen kann in dieser Form am besten hergestellt werden, so dass kein Jugendlicher verloren geht.

Landesvereinbarung/-empfehlung

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Landesförderung

Finanzielle Unterstützung bei der Errichtung von Jugendberufsagenturen als einmalige Projektförderungen für die Landkreise und kreisfreien Städte.

Landesweite wissenschaftliche Untersuchungen

Landesweite Veranstaltungen

Landesweite Treffen der Jugendberufsagenturen und Bündnisse

Kontakt

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Andreas Petters
Projektgruppe Übergang Schule - Beruf
Werderstraße 124
19055 Schwerin

Ansprechpartnerin: Dr. Christiane David
Koordination der Jugendberufsagenturen/regionalen Arbeitsbündnisse Jugend-Beruf
Telefon: 0395 766 2001
Kontakt


Nordrhein-Westfalen

Jugendberufsagenturen in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen sind die regionalen und lokalen Bedarfslagen sehr unterschiedlich. Entsprechend setzen die Jugendberufsagenturen vor Ort ihre Handlungsschwerpunkte. Dabei arbeiten sie eng mit den Kommunalen Koordinierungsstellen der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA) zusammen. Im Rahmen von KAoA wirken die Arbeitsmarktakteure gemeinsam darauf hin, dass alle Jugendlichen auf ihrem Weg in den Beruf frühzeitig passgenaue Orientierung und Beratung erhalten. Für die Koordinierung der Prozesse am Übergang von der Schule in den Beruf sind die Kommunalen Koordinierungsstellen verantwortlich.

Landesvereinbarung/-empfehlung

Landesweite Gremien

  • Steuerungsgremium KAoA Nordrhein-Westfalen
  • Ausbildungskonsens NRW

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Landesweite Veranstaltungen

Kontakt

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Referat II A 2 Berufliche Orientierung, Übergang Schule-Beruf
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf

Ansprechpartner: Dr. Jens Stuhldreier, Referatsleiter
Telefon: 0211 855-3224
Kontakt

Ansprechpartnerin: Martina Lüking
Telefon: 0211 855-3618
Kontakt

Niedersachsen neu

Das Bild zeigt eine Deutschlandkarte. Niedersachsen ist farbig hervorgehoben.

Jugendberufsagenturen in Niedersachsen

In einem Modellprojekt wurden 2015 in zwölf niedersächsischen Kommunen Jugendberufsagenturen eingeführt. Seitdem ist eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen aufgebaut worden. Allgemeinbildende Schulen beziehen die jeweilige Jugendberufsagentur in ihr Berufsorientierungskonzept ein. Der Informationsfluss zwischen allgemeinbildenden Schulen und den berufsbildenden Schulen wiederum wird durch die jeweilige Leitstelle des regionalen Qualifizierungsnetzwerkes "Region des Lernens" sichergestellt. Dabei ist eine Zielsetzung Kooperationen von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im Übergang Schule – Beruf nachhaltig zu intensivieren.
Seit 2018 besteht die "Kooperationsvereinbarung Jugendberufsagentur" zwischen dem Land Niedersachsen, der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, der Bundesagentur für Arbeit und Arbeitsgemeinschaft und der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens, um Jugendberufsagenturen im ganzen Bundesland einzuführen.

Landesvereinbarung/-empfehlung

Landesweite Gremien

Beirat aus verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Akteuren am Übergang Schule – Beruf zur Begleitung der Jugendberufsagenturen auf Landesebene

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Weitere Aktivitäten und Informationen

Entwicklung einer Vorlage für einen Internetauftritt von Jugendberufsagenturen, die den einzelnen Kooperationen im Land zur Verfügung gestellt wurde.

Kontakt

Niedersächsisches Kultusministerium
Abteilung 4 Berufliche Bildung, Referat 44
Heike Bickmann
Hans-Böckler-Allee 5
30173 Hannover

Regionales Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück
Reiner Knippenberg/Sabine Matthies
Mühleneschweg 8
49090 Osnabrück

Rheinland-Pfalz

Das Bild zeigt eine Deutschlandkarte. Rheinland-Pfalz ist farbig hervorgehoben.

Jugendberufsagenturen in Rheinland-Pfalz

Im Jahr 2008 wurde in Mainz die erste Jugendberufsagentur Deutschlands eröffnet. Seitdem sind viele weitere Jugendberufsagenturen in Rheinland-Pfalz entstanden. Ein Bündnis bestehend aus Ministerien der Landesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, dem Landkreistag, dem Städtetag und der Transferagentur "Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz-Saarland" hat sich mit einer Vereinbarung auf konkrete Unterstützungsmaßnahmen verständigt. Über eine eigene Beratungsstelle fördert das Land den Aufbau rechtskreisübergreifender Kooperationen. Zudem wird derzeit das Modellkonzept einer "Jugendberufsagentur Plus" erprobt, mit dem das Land gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) den Umsetzungsprozess unterstützt.

Landesvereinbarung/-empfehlung

Landesweite Gremien

  • Fachbeirat Jugendberufsagenturen
  • Ovaler Tisch für Ausbildung und Fachkräftesicherung

Bildungsketten-Vereinbarung

Landesförderung

Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) und die BA fördern seit 2020 fünf Modellprojekte unter dem Titel "Jugendberufsagentur Plus". Ziel ist es, die gemeinsame Fallbearbeitung durch die Förderung von regionalen Koordinierungsstellen zu verbessern und die aufsuchende Arbeit sowie die soziale Betreuung sicherzustellen. Für die neue ESF-Förderperiode wird ab 2022 eine Überführung in einen ESF-Förderansatz und damit verbunden eine landesweite Umsetzung angestrebt. Die Modellprojekte werden von einer Beratungsstelle begleitet, die aus Landesmitteln finanziert wird. Die Beratungsstelle unterstützt zudem die Akteure der Jugendberufsagenturen vor Ort, um unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Besonderheiten Zusammenarbeitsstrukturen zu schaffen und zu vertiefen. Zugleich entwickelt die Beratungsstelle allgemeine Instrumente zum Aufbau von Jugendberufsagenturen wie etwa einen Handlungsleitfaden und ein Monitoring-Tool.

Weitere Aktivitäten und Informationen

Kontakt

Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie
Referat 622
Bauhofstraße 9
55116 Mainz

Ansprechpartner: Dr. Kay Bourcarde
Telefon: 06131 162040
Kontakt

Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz (ism)
Augustinerstraße 64-66
55116 Mainz

Ansprechpartner: Dr. Oliver Dick / Dr. Michael Seligmann
Telefon: 0251 77793131
Kontakt

Sachsen

Sachsen auf der Deutschlandkarte

Jugendberufsagenturen in Sachsen

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützt die Etablierung und Weiterentwicklung der Jugendberufsagenturen im Freistaat Sachsen mit dem Förderprogramm "Jugendberufsagentur Sachsen" (JubaS) seit Dezember 2018. Gefördert werden regionale Kooperationsbündnisse auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. Zur Umsetzung des Förderprogramms JubaS hat der Freistaat eine Landesservicestelle eingerichtet, die den Erfahrungsaustausch und die Weiterentwicklung der Jugendberufsagenturen in Sachsen begleiten soll. Die Landesservicestelle wird seit 2019 durch das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) umgesetzt. Zur Weiterentwicklung der Jugendberufsagenturen im Freistaat Sachsen besteht seit 2017 eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Ministerien für Soziales, Kultur sowie Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und den kommunalen Spitzenverbänden sowie der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

Landesvereinbarung/-empfehlung

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Landesförderung

Förderprogramm "Jugendberufsagentur Sachsen" (JubaS)

Landesweite Veranstaltungen

Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Referat 22 Arbeitsmarkt und Beschäftigung
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden

Ansprechpartnerin: Nora Antonia Wallrabe
Kontakt


Landesservicestelle JubaS
Projektkoordination
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) GmbH

Ansprechpartner: Michael Steinbach
Kontakt

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt auf der Deutschlandkarte

Jugendberufsagenturen in Sachsen-Anhalt

Alle 14 Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt engagieren sich, zentrale Anlaufstellen für junge Menschen am Übergang Schule – Beruf nach dem Vorbild von Jugendberufsagenturen zu etablieren. Das Landesprogramm Regionales Übergangsmanagement (RÜMSA) unterstützt 13 Kommunen darin, eigene Modelle einer rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit zu entwickeln, die den unterschiedlichen Bedarfen in Städten und Flächenlandkreisen entsprechen. Die Modelle reichen von der Beratung unter einem Dach über dezentrale und mobile Beratungsangebote in Flächenlandkreisen bis hin zu webbasierten Jugendberufsagenturen als Ergänzung zur Vor-Ort-Beratung. Die fachliche Begleitung von RÜMSA erfolgt durch eine landesweite Steuerungsgruppe unter der Leitung des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt. Im Landesbeirat Übergang Schule – Beruf wirken die zuständigen Behörden mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern als Gremium zusammen.

Landesvereinbarung/-empfehlung

Landesweite Gremien

  • Landesweite Steuerungsgruppe RÜMSA
  • Landesbeirat Übergang Schule – Beruf

Bildungsketten-Vereinbarung

Landesförderung

Landesprogramm "Regionales Übergangsmanagement" (RÜMSA)

Landesweite wissenschaftliche Untersuchungen

Landesweite Veranstaltungen

Weitere Aktivitäten und Informationen

Kontakt

Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt
Referat Berufliche Orientierung, Übergang Schule-Beruf, Ausbildung
39114 Magdeburg

Ansprechpartner: Martin Schubert
Telefon: 0391 567 4568
Kontakt

Landesnetzwerkstelle RÜMSA
beim Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH
Haeckelstraße 10
39104 Magdeburg
Kontakt

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein auf der Deutschlandkarte

Jugendberufsagenturen in Schleswig-Holstein

Seit Gründung der ersten Jugendberufsagentur in Schleswig-Holstein im Jahr 2016 ist die Anzahl stetig gestiegen. Inzwischen gibt es in zehn Kreisen und kreisfreien Städten Jugendberufsagenturen an 20 Standorten. Die Kooperationspartner Agentur für Arbeit, Jobcenter und Kommune/Stadt erhalten Unterstützung durch regionale Partner wie allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, die Eingliederungshilfe oder Beratungsstellen. Der Prozess zum Aufbau und zur weiteren Entwicklung der Jugendberufsagenturen in Schleswig-Holstein wird durch die Landeslenkungsgruppe Übergang Schule–Beruf begleitet. Daneben gibt es sowohl für die Koordinatorinnen und Koordinatoren aller Jugendberufsagenturen (Landesgemeinschaft Jugendberufsagenturen), als auch für die Koordinatorinnen und Koordinatoren in Schulen sowie Landkreis- und Städtetag (Arbeitskreis Land und Regionen) landesweite Gremien. Seit 2021 wird ein landesweites Monitoringsystem aufgebaut.

Landesvereinbarung/-empfehlung

Landesweite Gremien

  • Landesarbeitsgemeinschaft Jugendberufsagenturen in Schleswig-Holstein
  • Arbeitskreis Land und Regionen
  • Landeslenkungsgruppe Übergang Schule – Beruf

Bildungsketten-Vereinbarung

Viele Länder schließen zur Zeit neue Bildungskettenvereinbarungen ab. Sobald verfügbar, werden wir hier auf Informationen zur neuen Vereinbarung verlinken.

Landesförderung

Seit 2016 besteht eine Anschub- und Etablierungsfinanzierung zum Aufbau und der Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen. In der Richtlinie zur Förderung der Jugendberufsagenturen (01.08.2020 bis 31.12.2023) wird die finanzielle Hilfe derzeit durch eine zeitlich begrenzte Förderung von baulichen Maßnahmen zum Ausbau oder Umbau einer Jugendberufsagentur erweitert. Ab 2021 liegt die Zuständigkeit im Schleswig-Holsteinischen Institut für Berufliche Bildung (SHIBB).
Im Jahr 2021  liegt pandemiebedingt ein besonderes Augenmerk darauf, die duale Ausbildung mit Formaten zu bewerben, die junge Menschen ansprechen, beispielsweise Podcasts; diese Werbemaßnahmen werden von Seiten des SHIBB finanziell gefördert.

Landesweite wissenschaftliche Untersuchungen

Landesweite Veranstaltungen

Kontakt

Schleswig-Holsteinisches Institut für berufliche Bildung (SHIBB)
Ansprechpartnerin: Iris Lucyga
Adolf-Westphal-Straße 2
24143 Kiel

Wissenswertes über die  Initiative Bildungsketten

In der Initiative "Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss" haben sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Bundesagentur für Arbeit (BA) zusammengeschlossen. Gemeinsam mit den Ländern setzt sich die Initiative dafür ein, erfolgreiche Förderinstrumente zu einem ganzheitlichen, bundesweit gültigen und stimmigen Fördersystem zur Berufliche Orientierung und im Übergangsbereich zu verzahnen. Dazu schließen Bund, Länder und BA landesspezifische Vereinbarungen zum Übergang Schule – Beruf ab.

Ziel ist es, möglichst jeden jungen Menschen in eine Berufsausbildung zu vermitteln und zu einem Berufsabschluss zu bringen. Deshalb beginnt der Prozess der Beruflichen Orientierung frühzeitig und systematisiert. Jugendliche können bei Bedarf eine individuelle Begleitung erhalten, um ihren Schulabschluss zu erreichen und die Integration in die Arbeitswelt zu schaffen.

Die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit der drei Sozialleistungsträger SGB II, III, VIII im Rahmen von Jugendberufsagenturen ist ein wichtiger Bestandteil des systematischen Unterstützungsangebots im Übergangsbereich und daher auch Bestandteil der Vereinbarungen.

Zur Website der Servicestelle Bildungsketten