Die "eine" Jugend gibt es nicht – Unterschiedliche Lebenslagen erfordern anpassungsfähige Unterstützungsstrukturen

Interview mit Wolfgang Schröer von der Universität Hildesheim

27.09.2021

Die Übergänge von der Jugend ins Erwachsenenalter haben sich in den letzten dreißig Jahren stark verändert. Das gilt auch für die Erwartungen gegenüber jungen Menschen im privaten Leben, in der beruflichen Ausbildung und in den Bildungsinstitutionen. Gleichzeitig ist "die Jugend" eine sehr heterogene Gruppe, die von sozialen Ungleichheiten geprägt ist. Wolfgang Schröer erläutert im Interview die Herausforderungen, die sich daraus für junge Menschen selbst und die ergeben, die sie unterstützen wollen – und betont dabei die Bedeutung gut ineinandergreifender Unterstützungssysteme vor Ort.

Wolfgang Schröer

Über Wolfgang Schröer


Prof. Dr. Wolfgang Schröer lehrt Sozialpädagogik im Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Universität Hildesheim und forscht vor allem zu den Themen Kinder- und Jugendhilfe, Jugendforschung und Übergänge ins Erwachsenenalter. Seit 2019 ist er zudem Vorsitzender des Bundesjugendkuratoriums.

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Das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik gehört zum Fachbereich Erziehungs- und Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim. Aus Anlass der Corona-Pandemie sind dort verschiedene Projekt initiiert worden, in deren Mittelpunkt die Situation der Kinder und jungen Menschen unter den Bedingungen der Pandemie erforscht wird.

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Herr Schröer, wie verändert sich die Jugendphase?

Copyright Informationen anzeigenEine Gruppe junger Menschen sitzt im Kreis auf dem Boden.
Die Jugendphase dehnt sich mittlerweile bis ins junge Erwachsenenalter hinein

Zur Beantwortung dieser Frage sind zwei Begriffe wichtig: Jugendliche und junge Erwachsene. Wenn wir heute die Jugendphase betrachten, können wir nicht mehr von einem enggefassten Jugendbegriff aus denken, der sich auf 14- bis 18-Jährige beschränkt. Viel eher schauen wir auf eine Zeitspanne, die zwischen dem zwölften und 14. Lebensjahr beginnt und zwischen dem 25. und 27. Jahr endet. Denn in den letzten dreißig Jahren haben sich die Übergänge von der Jugend ins Erwachsenenalter stark verändert. Das gilt auch für die Erwartungen, die an junge Menschen im privaten Leben, in der beruflichen Ausbildung und in Bildungsinstitutionen gestellt werden.

In vielen Fällen dauern berufliche und schulische Qualifizierungswege mittlerweile bis weit ins dritte Lebensjahrzehnt und dehnen die Jugendphase entsprechend. Das gilt auch für die berufliche Ausbildung, die nicht mehr mit 15, 16, sondern eher mit 19, 20 Jahren begonnen wird – auch, weil junge Menschen nach dem Schulabschluss, besonders im Bereich der niedrigqualifizierenden Abschlüsse, häufig nicht nahtlos in die berufliche Ausbildung einmünden können, sondern erstmal im Übergangsbereich Maßnahmen besuchen.

Was sind die Herausforderungen für Jugendliche und junge Erwachsene heute?

Wie schon gesagt, die Jugendphase umfasst einen Zeitraum von etwa zwölf Jahren, der durch ganz unterschiedliche Zwischenphasen und Einzelübergänge geprägt ist. In dieser Zeit lernen junge Menschen – zumindest sollten sie das lernen – sich selbst in den sozialen, ökonomischen, kulturellen und politischen Zusammenhängen unserer Gesellschaft zu verorten. Wir haben daher im 15. Kinder- und Jugendbericht die drei Kernherausforderungen der Jugendphase als "Qualifizierung", "Selbstpositionierung" und "Verselbstständigung" bezeichnet. Es ist aber sehr unterschiedlich wie und wann sich junge Menschen damit auseinandersetzen können – je nachdem, welche individuellen Freiräume sie dafür haben und welche Möglichkeiten Ihnen dazu geboten werden. Da gibt es erhebliche soziale Ungleichheiten.

Wir müssen bei der Betrachtung der Jugendphase also die unterschiedlichen Lebenslagen im Blick haben. Ganz besonders vor dem Hintergrund, dass junge Menschen viel Zeit in Bildungseinrichtungen verbringen, die in der Regel darauf bauen, dass der junge Mensch stabile Unterstützungsstrukturen zu Hause hat. Ist das aber nicht der Fall, wird es für ihn viel schwieriger den Übergang zu schaffen. Oder auch regionale Bedingungen, die die Infrastruktur oder das Bildungsangebot betreffen. Auch das wirkt sich stark auf die Erfahrungsmöglichkeiten und Teilhabechancen junger Menschen aus.

Wir dürfen nicht vergessen, dass "die Jugend" eine sehr heterogene Gruppe ist, die wir in ihren sehr unterschiedlichen Lebenslagen und Lebenskonstellationen ansprechen und einbinden müssen.

Welche Rolle spielt die Jugendhilfe mit Blick auf die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit und besonders die berufliche Integrationsförderung?

Ich denke, es ist bei der Zusammenarbeit der Rechtskreise wichtig, realistisch an die Sache heran zu gehen. Man muss sich klar machen, welchen Spielraum die einzelnen Systeme haben und wo ihre jeweiligen Grenzen liegen. Und dafür ist es auch nötig, dass die beteiligte Jugendhilfe sich verdeutlicht, was sie im Kontext der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit (mit)gestalten will und kann. Da gibt es mancherorts auch mal Sorgen, die überwunden werden müssen, eben weil die einzelnen Systeme mit unterschiedlichem Fokus arbeiten und verschiedene Vorgaben und Spielräume haben. Da muss man erstmal zusammenfinden und die Beteiligten müssen sich verständigen, was man realistisch zusammen erreichen will und kann und was es dafür braucht. Also die jeweiligen Kompetenzen, Spielräume und Perspektiven so zu nutzen, dass die jungen Menschen passende Angebote zur Unterstützung und eine ganzheitliche Begleitung erhalten.

Die Aufgabe der Jugendhilfe ist es, sich mit ihren ganz eigenen Kompetenzen in die Zusammenarbeit einzubringen. Und da besteht ihre Kernaufgabe im Bereich Übergang Schule – Beruf darin, den jungen Menschen auf der Grundlage ihrer Lebenslagen und Alltagsbezüge Zugänge in die soziale und berufliche Integration zu schaffen. Für die berufliche Förderung heißt das aber gleichzeitig auch, dass es nicht darum geht, dass die Jugendhilfe eine Fülle von Parallelangeboten, zum Beispiel zur beruflichen Orientierung, schaffen soll. Viel eher geht es darum, dass sie darauf schaut, welche Zugänge über Formate der Jugendsozialarbeit geschaffen werden können. Oder, ob vielleicht wirklich noch Angebote fehlen und wie die jungen Menschen besser zu bestehenden Angeboten hingeleitet werden können. Es geht da auch weniger um Vorrang oder Nachrang – wenn man sich nur darauf konzentriert, kommt man sicher nicht sehr weit. Es geht darum zu schauen, wo die Zuständigkeiten und die Kompetenzen liegen und wie diese sich sinnvoll für die jungen Menschen ergänzen können.

Es geht weniger um Vorrang oder Nachrang. Es geht darum zu schauen, wo die Zuständigkeiten und die Kompetenzen liegen.

Ausschlaggebend ist die Situation vor Ort. Denn im Kern geht es um die Frage, mit welchen sozialen Problemlagen und Perspektiven man vor Ort konfrontiert wird. Und da gilt es, eine entsprechende regionale Infrastruktur für Jugendliche und junge Erwachsene aufzubauen, darin die Zuständigkeiten abzuklären und zu wissen, wer was machen kann.

Was ist aus Ihrer Sicht bei der Organisation kommunaler Unterstützungsstrukturen für junge Menschen wichtig?

Es gibt da diese Faustregel: Wenn eine Infrastruktur gut funktioniert, dann läuft sie ganz natürlich im Hintergrund und die Menschen kriegen davon bewusst gar nicht viel mit. Wenn das aber nicht so ist, dann merken es die Menschen – in unserem Fall die jungen Menschen – ganz deutlich, dass ihre Belange nicht im Fokus stehen und Barrieren für sie in der Teilhabe entstehen.

Ich denke, dass es bei der Organisation kommunaler Unterstützungsstrukturen ganz entscheidend ist, dass sie sinnvoll in eine kommunale Infrastruktur geplant und eingebettet werden. Und dafür muss sie von den Bedarfen vor Ort und den lokalen Ressourcen aus entwickelt werden. Das bedeutet, dass eine starke Sozialpolitik nötig ist, die sich mit Bedarfslagen der jungen Menschen auseinandersetzt und die bereits bestehenden Strukturen beachtet. Die sind je nach Situation vor Ort ganz verschieden. Da gibt es unterschiedliche Strukturen und lokale Kulturen mit ganz eigenen Formen der Zusammenarbeit, die gut oder weniger gut etabliert sind. Das gilt es genau zu analysieren – tut man das nicht, können durch neue Programme und Initiativen neue Kooperationsstrukturen aufgebaut werden, die etablierte Strukturen einfach überdecken. Oder es entsteht ein Nebeneinander.

Wir sollten uns stärker die Verläufe der jungen Menschen angucken [...] um zu analysieren, was nachhaltig für sie wirkt und wie die verschiedenen Systeme dafür ineinander greifen sollten.

Bei unseren Untersuchungen haben wir in die Regionen geschaut und viele Beratungsstellen für Jugendliche und junge Erwachsene gefunden. Da ist häufig eine breite Angebotsstruktur vorhanden, die aber nicht in eine kommunale Infrastruktur eingebettet ist. Und deshalb ist es sinnvoll, die Situation vor Ort und die Verläufe der jungen Menschen dort genau zu betrachten und auf dieser Grundlage zu schauen, wie die Unterstützungsstrukturen richtig ineinandergreifen können.

Wie kann eine bessere Vernetzung der Beteiligten erreicht werden und was kann sie bewirken?

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Wie gesagt, finden sich immer wieder Unterstützungsstrukturen für junge Menschen vor Ort, die nicht ineinandergreifen und nebeneinander herlaufen. Häufig resultieren daraus dann Forderungen nach mehr und besserer Vernetzung. Gemeint ist damit die Forderung einer Vernetzung der Träger, die gleichgesetzt wird mit "es setzen sich alle Träger zusammen und erarbeiten gemeinsam ein System". Es ist grundsätzlich auch sinnvoll, dass sich die Träger besser miteinander verzahnen, in dem Sinn, dass sie voneinander wissen, sich besser akzeptieren und sich gegenseitig stärken. Dadurch allein erreicht man aber nicht zwangsläufig eine Verbesserung der Perspektiven junger Menschen. Wir brauchen eine Überprüfung der verschiedenen Angebote darauf hin, welche Strukturen nachhaltig für junge Menschen wirken und wie die Unterstützungssysteme dafür ineinandergreifen müssen.

Den jungen Menschen vor Ort ist häufig nicht transparent, an wen sie sich womit wenden können oder müssen und wer welche Zuständigkeiten hat. [...] Das müssen wir berücksichtigen und die jungen Menschen stärker abholen.

Am Ende ist es entscheidend, dass auch die jungen Menschen verstehen, welche Beratungsangebote es für sie vor Ort gibt. Bislang geschieht diese Aufklärung noch zu wenig. Das ist aber ein ganz zentraler Punkt: Den jungen Menschen vor Ort ist häufig nicht transparent, an wen sie sich womit wenden können oder müssen und wer welche Zuständigkeiten hat. Es gibt nicht umsonst die gängige Rede vom "Übergangs-Dschungel" – und das immerhin schon seit Jahren – in dem sich die jungen Menschen dann irgendwie zurechtfinden müssen. Das müssen wir berücksichtigen und die jungen Menschen hier stärker abholen.

Außerdem müssen wir in den kommunalen Unterstützungsstrukturen die jungen Menschen mehr einbinden. Das Kinder- und Jugendhilfegesetz sieht ja nicht umsonst eine partizipative Kinder- und Jugendhilfeplanung mit den jungen Menschen vor. Es ist entscheidend, die Angebote auch aus ihrer Perspektive heraus neu zu lesen. Ich glaube, wir brauchen ganz andere Formen der Beteiligung für junge Menschen als die, die wir bisher haben.

Wie schaffen wir es, die Jugend an politischen Entscheidungen zu beteiligen, die sich auf sie auswirken?

Die Jugend zu beteiligen bedeutet, sich mit ihr auseinanderzusetzen, damit die Verantwortlichen in den jeweiligen Entscheidungsstrukturen wahrnehmen können, was junge Menschen bewegt, was sie erfahren, wie ihr Alltag aussieht und wo ihre Probleme liegen. Das betrifft Einrichtungen der Jugendhilfe, Jobcenter U25 genauso wie auch die Landes- und Bundesebene. Dafür brauchen wir aber andere Formen der Auseinandersetzung, die sich nicht nur an den etablierten Strukturen orientieren, sondern auch zu den Lebenslagen junger Menschen und ihren Kommunikationsformen passen. Das Beste ist es sicher, diese anderen Formen der Auseinandersetzung direkt mit den jungen Menschen zusammen zu entwickeln. Das können ganz neue Formen sein, aber auch eine Erweiterung bestehender Gremien und Formate. Es gibt zudem genügend Beispiele, die zeigen, dass junge Menschen sich auch einbringen wollen, sei es "Fridays for Future", seien es Proteste gegen Rassismus und Diskriminierung, oder die Selbstorganisation von Care Leavern. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass "die Jugend" eine sehr heterogene Gruppe ist und wir sie, in ihren sehr unterschiedlichen Lebenslagen und Lebenskonstellationen ansprechen und einbinden sollten.

Wir brauchen andere Formen der Auseinandersetzung, müssen mit jungen Menschen zusammen Formate entwickeln, die sich nicht nur an etablierten Strukturen orientieren, sondern zu ihren Lebenslagen und ihren Kommunikationsformen passen.

Und dann ist es wichtig, dass die Beteiligung junger Menschen von der kommunalen bis zur Bundesebene strukturell stärker zu verankern, damit sichergestellt ist, dass junge Menschen auch in Krisenzeiten – wie in der Corona-Pandemie – in die Entscheidungen eingebunden werden. Ich denke, dass alle davon profitieren würden, wenn wir das Wissen der jungen Menschen stärker in unsere Entscheidungsfindungen einbeziehen würden, weil das Wissen der jungen Menschen viel dynamischer ist und sie anders an Situationen herangehen. Dadurch könnten wir dann auch den jeweiligen Generationen in ihren Lebenslagen ganz anders und eventuell schneller gerecht werden. Ich sehe da zum Beispiel in der Diskussion um Inklusion in den kommunalen Infrastrukturen eine Chance, wenn wir die Diskussion annehmen als eine breite Diskussion für die kommunalen Infrastrukturen und eben nicht als eine Diskussion der neuen Zuständigkeitsregulationen, das ist entscheidend.

Was bedeutet die Inklusion mit Blick auf die Sozialleistungen und Sozialverwaltungen in den Kommunen?

Vielfach wird in diesem Zusammenhang ja vor allem eine neue Zuständigkeitsregulation in den Sozialverwaltungen diskutiert und es werden "Hilfen aus einer Hand" gefordert – zum Beispiel in der Form von Jugendberufsagenturen – sowie Verfahren, die für alle junge Menschen gelten. Dies ist eine große und ambitionierte Herausforderung und diese Aufgabe ist keineswegs zu unterschätzen. Auch die Inklusion in den Sozialverwaltungsverfahren und die damit verbundene Neuorganisation sind Teil einer inklusiven Sozialpolitik. Doch sie sind eben nur ein Teil. Im Kontext der Inklusion gehen wir von einem rechtebasierten Ansatz aus, der sich aber nicht nur auf die Sozialverwaltung, sondern insgesamt auf das kommunale institutionelle Gefüge für junge Menschen richtet. Alle jungen Menschen haben das Recht auf eine diskriminierungsfreie Teilhabe in allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft.

Die große Aufgabe ist es, in den Kommunen das Recht auf diskriminierungsfreie Teilhabe aller jungen Menschen in den Infrastrukturen und in den Übergängen in Arbeit zu verwirklichen.

Vor einiger Zeit sagte ein junger Mensch sinngemäß zu mir: "Letztlich ist es mir egal, wer meine Sozialleistungen verwaltet, ob getrennt oder gemeinsam, wenn im Alltag, in der Kommune und im sozialen Umfeld, meine soziale Teilhabe nicht diskriminierungsfrei ermöglicht wird und Menschen mit Behinderungen nicht selbstbestimmt in den regulären Strukturen leben, arbeiten und sich bilden können." Sicherlich lässt sich dies nicht vollkommen voneinander trennen, doch die große Aufgabe besteht darin, in den Kommunen das Recht auf diskriminierungsfreie Teilhabe aller jungen Menschen in den Infrastrukturen und auch in den Übergängen in Arbeit zu verwirklichen. Dies ist mehr als eine Neuorganisation der Sozialverwaltung und Sozialleistung, dies braucht einen Paradigmenwechsel in der kommunalen Sozialpolitik.

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